Das Material

Das Material: Kunststoff-Eis

 

Dieser Rechercheabschnitt fokussiert die funktionalen, nachhaltigen, ökologischen, ökonomischen und gesundheitlichen Komponenten eines synthetischen Eisbodens.

 

Recherchiert und gegenübergestellt wurden die erhältlichen Kunststoff-Eis Fabrikate bezüglich ihrer Herstellung, verwendeten Inhalts- und Zusatzstoffe, Gleitfähigkeit, Handhabung, Haltbarkeit, Reinigung, Wartung, Entsorgung sowie ihrer gesundheitlichen (Un-)Bedenklichkeit.

 

Auf allen Ebenen begeistern, konnten mich die Kunststoff-Eisplatten von LIKE-ICE! auf denen ich seither arbeite.

 

LIKE-ICE! betrachtet aus dem Blickwinkel der…

Handhabung

Das puzzleartige Stecksystem von LIKE-ICE! ist einfach und verhältnismäßig schnell im Auf- & Abbau.

Durch das dreidimensionale Verbindungssystem  fixieren sich die Platten gegenseitig. Zusätzliche Verbindungselemente werden nicht benötigt. Die 1 qm² großen, 19mm dicken und etwa 18 kg schweren LIKEICE! Platten können gleichermaßen in Innen- sowie Außenbereichen genutzt und je nach Ort, Raumgröße- und Form verbunden werden.

Gleitstoffe werden bei der Herstellung direkt in die Platten integriert. Eine extra Gleitschicht muss nicht auf die Fläche aufgetragen werden. Der Gleitwiderstand auf Kunststoff-Eis ist höher als auf einem Wasserfilm auf Kunsteis oder Natureis. Häufigeres Schleifen ist notwendig. Die Sauberkeit der Fläche ist entscheidend für die Lebensdauer des Schliffs. Durch Abfegen oder Abwischen (mit etwas Wasser bei Bedarf) ist sie verhältnismäßig leicht zu reinigen.

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Gesundheit

Der antistatische Abriebstaub, der durch die Reibung der Kufen auf LIKE-ICE! entsteht, ist verhältnismäßig gering, sehr grobstofflich und sammelt sich weder in den Lungenbläschen noch im Grundwasser. Die Abrieb-Partikel sind größer als Feinstaubpartikel und werden wie andere Staubpartikel abgehustet. Abrieb, der über die Kleidung ins Waschwasser gelangt, wird bei der Wasseraufbereitung herausgefiltert.

LIKE-ICE! hat keine Ausdünstung, auch funktioniert es ohne die sonst übliche Gleitschicht und die darin oft enthaltenen Gifte. Alle verwendeten Inhaltstoffe sind schadstofffrei. Like-ICE! ist nach EU-Richtlinien für die menschliche Gesundheit ungefährlich.

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Nachhaltigkeit

Das, aus thermoplastischem Kunststoff bestehende, LIKE-ICE! ist langlebig in seiner Funktionalität und 100 % recycelbar. Der entstehende Abrieb wird mit dem Restmüll über Verbrennungsanlagen entsorgt. Der Brennwert von LIKE-ICE! steigert sogar die Effizienz der Verbrennung.

Die Herstellung von LIKE-ICE! ist zu 100% ökologisch. LIKE-ICE! kompensiert die gesamte, in der Produktion und Auslieferung, entstehende CO2  Emission. Ohne Energie- und Wasserverbrauch ist die Nutzung zu 100% ökonomisch.

Mit seiner speziellen, funktionalen sowie umweltbewussten Technologie unterstützt das Unternehmen soziale, integrative, wissenschaftliche, sportliche sowie künstlerische Projekte.

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künstlerischen Arbeit

Durch fehlende Kälte, Nässe und Glätte kann Kunststoff-Eis gleichermaßen von KünstlerInnen mit und ohne Schlittschuhen benutzt werden. Innerhalb der gemeinsamen Nutzung ist sauberes Schuhwerk der kufenlosen KünstlerInnen essentiell für den Erhalt des Schliffs der auf Kufen Tanzenden.

Die stark veränderte Gleitfähigkeit erfordert ein anderes Geschick im Umgang mit Balance, mehr muskulären Kraftaufwand und nicht zuletzt auch angepasste Bewegungsformen. Die höhere Reibung stoppt die Kufen schneller, es benötigt mehr „Abstöße“, um die Gleitbewegung aufrecht zu erhalten. Die, beim Gleiten auf Natureis und Kunsteis mögliche, starke Schräglage des Körpers verringert sich auf Kunststoff-Eis enorm und ist nicht zuletzt abhängig von der Frische des Schliffs. Auch die Arbeit mit Geschwindigkeit ist schwieriger umsetzbar.

All dies schafft eine Priorisierung anderer Faktoren sowie Themen im künstlerischen Arbeiten und eröffnet neue spannende Perspektiven:

es können Orte bespielt werden an denen grundsätzlich kein Eis vermutet wird;

interdisziplinäres Arbeiten auf dem gleichen Boden ist auf Kunststoff-Eis viel einfacher umsetzbar; das Material „Kunststoff“ selbst polarisiert und schafft thematische Assoziationen.