Hybrid (Arbeitstitel)

Solo Performance

Sind Entscheidungen in Zeiten von Wandel und Unsicherheit unausweichlich? Welche Potenziale schlummern in Zwischenräumen? Gibt es Wege konträre Lebenswelten miteinander zu verbinden?

 

„Hybrid“ (AT) ist eine autobiografische Soloperformance, die sich mit der Suche nach Balance in Zeiten des Wandels auseinandersetzt. Sie reflektiert persönliche und gesellschaftliche Umbrüche und zeigt wie Unsicherheit und Verlust als Grundlage für kreative Gestaltungsmöglichkeiten dienen können.

 

Der physisch herausfordernde Boden aus Kunststoff-Eis, geprägt von eingeschränkter Gleitfähigkeit und unerwarteten Widerständen, wird zum Symbol für den Umgang mit veränderten Lebensgrundlagen. Er eröffnet neue Ansätze für Balance und Bewegung und steht für das Austarieren von Gegensätzen.

 

Die Performance schafft Raum für Auseinandersetzung mit Themen wie Identität, Anpassung und Transformation. Sie lädt dazu ein, das Wechselspiel zwischen Stillstand und Bewegung, Unsicherheit und Orientierung als Quelle für neue Impulse zu begreifen sowie neue Perspektiven zu entwickeln.

 

Ergänzt durch Sound, Projektion und visuelle Erzählebenen verbindet Hybrid" (AT) Tanz, Theater, neuen Zirkus und zeitgenössisches Eislaufen zu einem transdisziplinären Bühnenstück.

Hybrid" (AT) ist in zwei Varianten spielbar, die unterschiedliche Erfahrungsräume eröffnen.

 

Variante 1 (ca. 60 Minuten) nimmt zunächst mit in eine präzise Betrachtung der Materialität von Eis, Kunststoff und Schlittschuhen sowie der Strukturen des Leistungssports und des Showbusiness. Die sachliche Analyse legt Herausforderungen und Anpassungsstrategien offen. Im weiteren Verlauf verschiebt sich die Perspektive: Die analytische Annäherung weicht einer physischen Auseinandersetzung, die den Konflikt zwischen Begrenzung und der Suche nach Selbstermächtigung visuell und emotional erfahrbar macht.

 

Variante 2 (ca. 50 Minuten) arbeitet mit einer poetisch-atmosphärische Erzählweise, die das Empfinden von Instabilität in den Mittelpunkt stellt. Über körperliche und emotionale Impulse entsteht ein intensives Erleben von Übergangszuständen, in denen Stabilität und Orientierung fortlaufend neu verhandelt werden.

Es entfaltet sich ein sinnlicher Zugang zu Veränderung als Prozess, der sowohl Herausforderung als auch Möglichkeit in sich trägt.

 


Entwicklungsschritte und Unterstützende

Gewachsen ist das Projekt „Hybrid“ (AT) aus der dramaturgischen Fortbildung mit Dr. Maren Witte gefördert vom Dachverband Tanz Deutschland aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (DIS-TANZEN-SOLO), 2022.

 

Kultur Räume Berlin unterstützt mit einem wiederholt zur Verfügung gestellten Proberaum im Rohzustand die eigenfinanzierte Bewegungsrecherche und Entwicklung szenischen Materials, 2023.

Weiterhin unterstützt Kultur Räume Berlin die Finalisierung von „Hybrid“ (AT)

Variante 1 im Juli 2024.

 

Dramaturgie: Maren Witte

LAKE Studios Berlin fördert eine vertiefende Bewegungspraxis im Pilotprogramm Residenzen und ein erstes Werkshowing mit 20 minütigem Auszug in der Veranstaltungsreihe Unfinished Fridays, 2024.

 

Dramaturgie: Maren Witte

Unterstützung vor Ort: Ange Flanagan, Birgit Aust

 

Mit der Aufnahme in das Zirkus On Mentoring Programm 2024/2025 entsteht eine zweite Variante von

„Hybrid“ (AT) für zeitgenössisches Zirkus Publikum, beginnend mit einem Auftaktspräsentations-Pitch zum

Circus Dance Festival in Köln, 2024.

Mentoren: Robert Sterzik und Liz Williams.

 

Unterstütztung vor Ort: Birgit Aust

Die Weiterentwicklung von „Hybrid“ (AT) Variante 2 mit Residenzunterstützung wird von Zirkus ON Bündnispartner

Tollhaus Karlsruhe ermöglicht. Eine Bühnenpräsentation zum Arbeitsstand erfolgt auf dem ATOLL Festival, 2024.

 

Licht & Technik: Cecilia Kohlrepp

Technischer Support: Kai Lim

Zirkus ON Bündnispartner Schloss Bröllin unterstützt mit mehrfachen Residenzen sowie Werkshowings die Finalisierung von „Hybrid“ (AT) Variante 2, 2024 und 2025.

 

Outside-Eye : Joachim Mohr

Sound : Samaquias Lorta

 

Zirkus ON wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien über das Programm "Verbindungen fördern" des Bundesverbands Freie Darstellende Künste e.V.. Mentoring durch Liz Wiliams und Robert Sterzik.